Mobiles Gemeinde-Backhaus

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Backhäuser sind zumeist im 17. Jahrhundert entstanden, da in weiten Teilen des Heiligen Römischen Reiches Hausbacköfen wegen der Brandgefahr und des höheren Holzverbrauchs untersagt wurden. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Backhaus in den Dörfern zu einem Treffpunkt der Gemeindemitglieder, wo man beim Warten auf Brot und Kuchen ins Gespräch kam und sich austauschen konnte. Man traf sich im Dorf zum „Backtag“. Das Backhaus förderte somit das Gemeindewohl und bereicherte das Gemeindeleben. Bis in die 1960er Jahre waren Backhäuser noch in Betrieb. In unserer heutigen Zeit ist der Wunsch nach haus- und selbst gemachten Produkten mit regionalem Bezug in Bio-Qualität erfreulich groß. In diesem Zusammenhang steigt auch wieder das Interesse am traditionellen Handwerk. Wie wird Käse gemacht? Wie entsteht eine Bratwurst? Wie backt man ein Holzofen-Brot? Gerade das traditionelle Backen erfreut sich zunehmend großer Beliebtheit. Vielerorts werden bestehende historische Backhäuser von den Gemeinden reaktiviert oder es gründen sich Backhaus-Vereine, die ein Backhaus wieder betreiben oder neu errichten. Beispielhaft sei hier der Freisinger Backhausverein erwähnt (http://www.freisinger-backhaus.de). Die Idee: Neufahrner Gemeindemitglieder bauen gemeinsam ein mobiles Backhaus unter Federführung der Gemeinde für die Gemeinde! Hierbei arbeiten Bürger, Handwerk und Gemeinde Hand in Hand. Wie schön ein mobiles Backhaus werden kann, zeigt das Beispiel der Hallenberger Oldtimerfreunde (https://www.wp.de/staedte/altkreis-brilon/oldtimerfreunde-hallenberg-bauen-mobiles-backhaus-id10908990.html). Die Einsatzmöglichkeiten: Ein mobiles Gemeindebackhaus bietet ganz viele Einsatzmöglichkeiten. Neben traditionellen Backtagen in allen Gemeindeteilen von Neufahrn, wo Bürger gegen Unkostenbeitrag ihren mitgebrachten Teig zu Brot oder Kuchen backen, können Brotbackkurse in Zusammenarbeit mit der VHS angeboten werden. Des Weiteren kann bei Gemeindeveranstaltungen, wie z.B. das internationale Kulturfest verschiedene Brotspezialitäten aus den Ländern unserer Mitbürger mit Migrationshintergrund gemeinsam gebacken werden. Bei weiteren Veranstaltungen kann z. B. Flammkuchen, Rahmfladen oder weitere „Holzofen-Snacks“ verkauft werden, um zum Erhalt und Unterhalt des mobilen Backhauses beizutragen. Bei allen Veranstaltungen wird keine kommerzielle Gewinnerzielungsabsicht angestrebt, sondern die Neufahrner Bürger engagieren sich ehrenamtlich und gemeinnützig. Und nicht zuletzt kann ein mobiles Backhaus in unseren Schulen und Kindergärten zum Schaubacken angefordert werden, um das traditionelle Backhandwerk näher zu bringen mit abschließendem gemeinsamen Pizzabacken. Und es gibt bestimmt noch viel mehr Nutzungsmöglichkeiten.

Kostenschätzung: je nach Ausgestaltung ca. 10.000,- € Materialkosten

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare

  1. Zum Bau und Betrieb des Backhauses wäre Voraussetzung, dass sich ein Verein (vgl. Freising) gründet, der sich darum kümmert. Der Verein sollte den Bau leiten und koordinieren sowie sich um Vergabe, Betrieb usw. kümmern.

    1. Meine Idee ist, dass die Gemeinde mit interessierten Neufahrner Bürgerinnen und Bürger das Projekt „Mobiler Holzbackofen“ ins Leben ruft. Zum Beispiel auch als Auftaktveranstaltung im Rahmen der VHS. Der mobile Holzbackofen soll der Gemeinde gehören und kann von einem „Unterstützerkreis“ aus ehrenamtlichen Bürgern gepflegt und betrieben werden. Nur in Gemeindehand ist auch gewährleistet, dass der mobile Holzbackofen zum Gemeindewohl eingesetzt wird. In Freising betreibt ein eigenständiger Verein ein Backhaus als feststehendes Gebäude. Hier handelt es sich um einen mobilen Holzbackofen auf einem Anhänger, wie im Artikel beschrieben. Hilfreich wäre es auch, wenn die Bürger hier einen Kommentar abgeben würden, wenn sie Interesse an der Mitarbeit hätten.
      Schöne Grüße Uwe Möller

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